Die Küche mit Bartheke

Wo Gäste immer willkommen sind und auch immer Platz finden

Die Zeiten der abgeschotteten Küche sind endgültig vorbei. Heute öffnen sich Küchen zum Wohnraum – und mittendrin steht sie: die Bartheke. Nicht als modisches Accessoire, sondern als echter Lebensmittelpunkt. 

Vollkommene Küchenverwandlung: Eine Bartheke verändert, wie wir unsere Küche nutzen. Sie ist der Ort, an dem morgens der erste Kaffee getrunken wird, während die Kinder noch verschlafen auf ihren Hockern sitzen. Wo abends ein Glas Wein wartet, während das Risotto gerührt wird. Wo Freunde zusammenkommen, ohne dass jemand alleine am Herd steht.

Warum eine Bartheke mehr als nur schick ist

Eine gut geplante Bartheke ist keine Spielerei, sondern eine Investition in mehr Lebensqualität. Nicht nur das: Eine Bartheke erfüllt gleich mehrere Aufgaben auf einmal:

  • Raumwunder: Sie trennt Küche und Wohnbereich – aber sanft, ohne Mauern zu bauen. Der Raum bleibt offen, bekommt aber Struktur.
  • Treffpunkt: Hier sitzt man nicht um den Tisch, sondern an der Küche. Das verändert alles. Plötzlich ist der Koch nicht mehr isoliert, sondern mittendrin im Geschehen.
  • Multitalent: Frühstücksplatz, Arbeitsfläche beim Kochen, Hausaufgaben-Station, Aperitif-Bar – eine gute Theke kann all das sein.

Welcher Theken-Typ passt in Ihre Küche?

  • Minimalistisch & modern: Klare Linien, helles Holz oder Laminat, vielleicht ein Hauch Metall. Für alle, die es aufgeräumt mögen und deren Küche sagt: „Hier hat jemand einen Plan."
  • Gemütlich & warm: Massivholz, das Geschichten erzählt. Hocker mit Polstern, auf denen man gerne länger sitzt. Sanfte Farben. Die Küche als Nest.
  • Industrial & urban: Sichtbeton oder Metall als Thekenplatte, dazu Hängelampen im Factory-Look. Für alle, die Charakter zeigen wollen.
  • Elegant & edel: Marmor oder Quarz, hochwertige Oberflächen, durchdachte Details. Wenn die Küche auch repräsentieren darf.

Die richtigen Maße machen den Unterschied: Wieviel Raumbedarf hat eine Küche mit Bartheke?

Eine Küche mit Bartheke benötigt etwas mehr Platz als eine Kücheninsel – aber wie viel genau, hängt stark von der Art der Theke und der gewünschten Bewegungsfreiheit ab. Die folgenden Richtwerte helfen bei der Planung einer klassischen Bartheke, die typischerweise nur an einer Längsseite genutzt wird:

  • Höhe: 110–115 cm für echtes Bar-Feeling (90 cm für klassischeres Sitzen)
  • Tiefe: mindestens 30–40 cm – mehr, wenn hier auch gegessen werden soll
  • Breite pro Sitzplatz: 60-70 cm, damit niemand mit den Ellbogen aneckt
  • Beinfreiheit: mind. 30 cm Überstand der Platte
  • Abstand hinter jedem Barhocker: mindestens 90 cm (= enger Durchgang), komfortabel sind 110–120 cm, mit zusätzlichem Verkehrsweg braucht es 130–150 cm

Praktische Details, die die Bartheke vervollkommnen können

  • Stauraum nutzen: Unter der Thekenplatte ist Platz für Schubladen oder offene Fächer. Kochbücher, Servietten, die gute Tischdecke – alles griffbereit.
  • Licht richtig setzen: Niedrig hängende Pendelleuchten über der Theke schaffen Atmosphäre. LED-Streifen an der Unterseite sorgen für sanftes Licht, wenn's gemütlich werden soll.
  • Die richtigen Hocker: Bequem müssen sie sein – wer einmal auf einem unbequemen Barhocker gesessen hat, weiß warum, umso bequemer mit Rücken- und Armlehnen. Auf Fußstützen darf nicht verzichtet werden. Höhenverstellbar ist praktisch, wenn Menschen unterschiedlicher Größe am Tresen sitzen. 

Die freistehende Theke: Königsklasse der Flexibilität

Eine freistehende Küchentheke bietet die meisten Möglichkeiten, um nachträglich noch eine Barküche zu realisieren. Denn die Küchentheke kann verlängert, erhöht oder angepasst werden – mit stabilen Stützen, die in die Arbeitsplatte integriert werden, oder als eigenständiges Element mit Stützfüßen.

Lassen Sie sich in den folgenden Planungsbeispielen inspirieren:

L-Küche mit Bar an der kürzeren Seite

Thekenerweiterung durch Aufsatztheken

Frei stehende Kochtheke mit Tresen-Ende