Kücheneinrichtung in Frankreich
Der französische Stil zu Ehren der französischen Küche
Beitrag lesenKüchen ohne Ecken gibt es nicht – es sei denn, alles ist gerundet. (Siehe dazu unser Beitrag „Küchenmöbel mit Rundwangen“.) Gerade innenliegende (konkave) Ecken, die sich aus dem Aufeinandertreffen von Unterschränken bei L- oder U-Küchen ergeben, sind eine Herausforderung. Früher oft als „toter Raum“ gesehen oder so unpraktisch nutzbar, dass Töpfe u.a. darin jahrelang verschwanden, bieten moderne Küchenhersteller heute innovative mechanische und elektronische Lösungen.
In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf sechs intelligente Praxisbeispiele renommierter Marken, die zeigen, wie Innen- und Außenecken in der Küche am besten nutzbar werden:

Dass eine traditionelle Aufteilung keineswegs unpraktisch sein muss, zeigen diese Unterschränke einer Nobilia-Küche. Hier wird die Raumecke durch einen klassischen L-förmigen Eckschrank mit durchgehenden Einlegeböden genutzt.

In dieser Nobilia-Küche wurde die klassische Eck-Karussell-Lösung eingebaut. Statt starrer Böden kommen hier kreisrunde, kugelgelagerte Drehböden zum Einsatz. Auf ihnen finden vor allem schwere, gusseiserne Schmortöpfe und Edelstahl-Pfannen ihren Platz.

Das Ganze geht auch mit nur einer Schranktür, wie hier am Beispiel einer Nolte-Küche zu sehen. Zum Einsatz kommt der legendäre LeMans-Auszug. Bei dieser Mechanik schwenken die elegant geschwungenen, tablettartigen Böden bei geöffneter Tür komplett vor den Schrankkorpus.

Eine futuristische und extrem clevere Lösung zeigt Häcker in der obigen Küche. Hier wird der oft ungenutzte Raum in der hinteren Ecke der Arbeitsplatte vertikal bespielt: Ein mechanischer Lifter fährt auf Knopfdruck eine versteckte Abstellfläche nach oben.
Auch die Außenecke gilt in der Küchenplanung oft als „toter Raum“, da sie von den Standard-Auszügen der Längsseiten blockiert oder schlichtweg übersehen wird. Gerade bei tiefen Kücheninseln verliert man normalerweise den Platz direkt hinter den Eckpfosten, da herkömmliche Auszüge dort nicht hinfahren können. Die folgenden zwei Küchenbeispiele lösen dieses Problem sehr elegant und auf ganz unterschiedliche Weise:

Wie man selbst kleinste Übergänge und Nischen neben offenen Regalen nutzt, demonstriert Artego mit der oben gezeigten Ecklösung an frei stehenden Enden von Unterschränken. Direkt neben einem beleuchteten Design-Glasregal befindet sich eine schmale Eck-Klapptüre, die passgenau über Eck schließt.
Das von Nobilia vorgestellte System FurnSpin erlaubt es, den Eckbereich eines Unterschranks mit einer einzigen Bewegung komplett um die eigene Achse zu drehen. Wo eben noch eine geschlossene, puristische Front die Küchenzeile beruhigte, gibt ein sanfter Schwung im Handumdrehen den Blick auf ein offenes, beleuchtetes Regal preis.